JAPAN BRAUCHT DICH

Aktion Deutschland Hilft - Das Bündnis der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz - Aus Liebe zum Menschen

ZEHN FRAGEN

ZEHN ANTWORTEN

Warum soll ich Japan helfen?

Wie bei jeder großen Naturkatastrophe leiden auch die Menschen in Japan unter den Folgen der Ereignisse. Derzeit verharren mehr als eine halbe Million Japaner in Notunterkünften. Die Zahl derer, die abgeschnitten von der Außenwelt in den zerstörten Regionen auf Hilfe wartet, ist noch immer nicht genau zu bestimmen.

Während der Winter wieder Einzug hält und die Temperaturen auf unter Null fallen, benötigen die Betroffenen dringend Nahrung, Trinkwasser, Decken, Kleidung und Hygieneartikel. Auch medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung müssen geleistet werden. Hier steigt der Bedarf stetig. Die Folgen der traumatischen Erlebnisse sind enorm.

Der Nordosten Japans braucht dringend Hilfe. Tausende Häuser, Infrastruktur und sogar ganze Landstriche sind dort nicht mehr existent. Es fehlt an Strom und Treibstoff, so dass die Selbsthilfe von Japanern zu Japanern schwierig ist.

Die drei Katastrophen, die Japan erschüttert haben, stellen das Land vor ungeahnte Herausforderungen. Sowohl der japanische Botschafter in Deutschland, als auch unser Bundespräsident hat zur Unterstützung durch die deutsche Bevölkerung aufgerufen. Japan ist auf unsere Solidarität angewiesen.

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Wie kann den Menschen in Japan durch meine Spende konkret geholfen werden?

Die Spendengelder werden vorrangig für Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung, für medizinische Versorgung und zur Schaffung von Unterkünften verwendet. Um eine effektive Hilfe zu leisten, werden die in Deutschland eingehenden Spenden an Partnerorganisationen vor Ort weitergeleitet, die dort effektiv handeln können.

Leider ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Wiederaufbau langfristig hoch bleibt. Es ist damit zu rechnen, dass die japanische Regierung gezielt um solche Unterstützung bitten wird. Spenden, die den aktuellen Bedarf an Notfallhilfe übersteigen, können für solche Wiederaufbaumaßnahmen eingesetzt werden.

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Wie ist die aktuelle Lage in Japan?

Die Regierung Japans hat gezielt um Notfallhilfe gebeten und daraufhin Hilfsgüter aus 14 Ländern erhalten. Militär, Polizei und Feuerwehr haben etwa 120.000 Helfer im Einsatz. Hinzu kommen unzählige freiwillige japanische Helfer.

Einige tausend Betroffene konnten aufgrund der wiederhergestellten Stromversorgung die Evakuierungszentren bereits verlassen. Viele der Menschen müssen jedoch in diesen Zentren verweilen, da ihre Häuser nicht mehr existieren.

Zur Zeit sind Nahrungsmittel, Trinkwasser, Decken, Matten und Medizin die nötigsten Hilfsgüter. Die Hilfsgüter werden sowohl von der japanischen Regierung als auch von lokalen Nichtregierungsorganisationen in die betroffenen Regionen gebracht.

Die japanische Bevölkerung steht die Krise gemeinsam durch, was nicht zu Letzt an ihrem kulturellen Verständnis von Gemeinschaft liegt. So wird jeder Japaner nur ungern das Land verlassen wollen, denn das würde bedeuten, seine Landsleute im Stich zu lassen.

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Kann ich mich von Deutschland aus für die Menschen in Japan engagieren?

Ja, das kannst Du. Zum einen über eine direkte Spende, zum anderen stehen Dir eine Vielzahl von Plattformen zur Verbreitung von Informationen und Spendenaufrufen zur Verfügung. Onlinedienste wie Facebook oder Twitter sind für solche Zwecke sehr gut geeignet.

Ein Verweis auf diese Informationsseite oder direkt auf die deutschen und internationalen Spendenportale könnte zusätzlich den einen oder anderen Deiner Freunde zu einer Spende bewegen.

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Besteht auch der Bedarf nach Sachspenden und wie sinnvoll sind sie?

Die japanische Regierung hat explizit darum gebeten, Hilfsgüter nur nach Absprache mit den japanischen Behörden nach Japan zu schicken. Um am besten auf die Katastrophe zu reagieren, wurde gezielt Hilfe von Rettungsteams und Nuklearexperten angefordert.

Kleiderspenden aus Deutschland würde die Koordination erschweren. Sie müssen abgeholt, gelagert und schließlich zu den Bedürftigen transportiert werden. Die Kosten dafür übersteigen in der Regel den Wert der Ware, insbesondere bei den knappen Treibstoffreserven. Sachspenden sind hier von Japanern zu Japanern, wie es derzeit vielfach geschieht, die bessere Lösung.

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Ich möchte helfen. Doch woher weiß ich, dass mein Geld gut ankommt?

Die großen deutschen und internationalen Hilfsorganisationen haben stets Partner vor Ort, die auf die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland angewiesen sind.

So steht das Bündnis Aktion Deutschland Hilft, bestehend aus mehreren renommierten Hilfsorganisationen, in direktem Kontakt mit den jeweiligen Partnern vor Ort.

Das Deutsche Rote Kreuz ist Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Eingehende Spenden werden für die direkte Unterstützung der japanischen Schwestergesellschaft, die Japanese Red Cross Society, genutzt. Das Japanische Rote Kreuz leistet so vor Ort, mit Deiner Unterstützung, jede erdenkliche Hilfe.

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Welche Hilfsorganisationen sind in Japan aktiv?

Die Deutsche Rote Kreuz und die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft sind durch ihre jeweiligen Partner in Japan aktiv. Diese japanischen Partnerorganisationen, wie unten aufgeführt, bringen von Tokio aus Hilfslieferungen in die betroffenen Regionen im Nordosten des Landes und versorgen zehntausende Menschen mit konkreten Hilfsmaßnahmen.

CARE Japan hat Nothilfegüter wie Toilettenpapier, Trinkwasser, Atemmasken, Hygieneartikel, Kekse, Obst und Reisportionen in die Präfektur Iwate geschafft. Sie ist von Erdbeben und Tsunami am meisten betroffen.

ADRA Japan stellt in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden im Krisengebiet in der ebenfalls stark betroffenen Präfektur Miyagi Notunterkünfte zur Verfügung. Warme Mahlzeiten wurden dort an bis zu 1.000 Menschen verteilt. Zusätzlich erhalten die Betroffenen ohne Obdach Schlafmatten und Decken.

World Vision Japan ist in der Stadt Tome aktiv und hat dort an etwa 6.000 Personen Decken, Wasser, Sanitär- und Hygienemittel verteilt. Die Organisation plant außerdem Zentren einzurichten, in denen sich besonders Kinder von den traumatischen Erlebnissen erholen können.

Help steht mit der in der Stadt Sendai aktiven Partnerorganisation JEN in Kontakt und unterstützt diese mit 80.000 Euro bei der Beschaffung und Verteilung von warmen Mahlzeiten für 600 Personen in Notunterkünften.

Malteser International unterstützt in der Kleinstadt Ichinoseki, nördlich von Sendai und Fukushima gelegen, ein Heim für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und achtzehn Jahren. Die oft schwer traumatisierten Kinder benötigen dringend regelmäßige Mahlzeiten und neue, erdbebensichere Unterkünfte zum Schutz vor den Minustemperaturen bei Nacht. Viele der Kinder nehmen aufgrund ihrer Bedürftigkeit die drohende Atomgefahr noch gar nicht wahr.

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Ich möchte mich ehrenamtlich betätigen. Kann ich den Menschen direkt vor Ort helfen?

In Krisenfällen möchten viele Deutsche selbst vor Ort als Helfer ihren Beitrag leisten. Trotz diesem sehr lobenswerten Wunsch, können solche Hilfsangebote in den meisten Fällen leider nicht angenommen werden.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die japanische Regierung noch keinen Bedarf an internationalen Helfern außerhalb von Regierungsorganisationen gemeldet. Daher gilt es, die bereits in Japan tätigen Helfer finanziell zu Unterstützen.

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Wie hoch ist die deutsche Spendenbereitschaft?

Die Spendenbereitschaft der Deutschen für Japan ist seit den ersten Spendenaufrufen groß. Obwohl Japan weit weg ist, können auch wir das Leid der Menschen nachempfinden. Japan ist - wie Deutschland - ein moderner Industriestaat und trotz einiger kultureller Verschiedenheiten haben gerade wir Deutsche mit den Japanern vieles gemein.

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Was habe ich persönlich davon, die Menschen in Japan zu unterstützen?

Jeder Mensch hat seine eigenen Gründe und Motivationen, anderen Menschen zu helfen. Selbstverständlich hoffen auch wir Deutsche auf die Solidarität im Ausland, wenn wir in Not geraten. Wir alle leben nur ein Leben und es liegt doch in unser aller Interesse, uns beim Bewältigen von Schicksalsschlägen gegenseitig zu unterstützen.

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Hilf jetzt - Japan braucht dich!